Ich bin nun seit über zwei Monaten (am 14.11. waren es genau 2 Monate) hier in Oaxaca und es gefällt mir hier immer mehr. Das liegt vorallem daran, dass ich jetzt endlich Fahrradtouren gemacht habe. Ich hatte das schon lange vor, aber es hat nie geklappt, da ich niemanden gefunden habe, der Bock bzw. Zeit hatte eine geführte Tour mit zumachen und alleine geht das leider nicht. Also habe ich mir ein Fahrrad ausgeliehen, mir eine schöne Tour anhand einer Karte beschreiben lassen und habe ganz alleine, ohne Reiseführer, Touren gemacht. Meine erste Tour habe ich am Samstag den 06.11. gemacht und zwar bin ich den Monte Albán hochgefahren (der anstrengenste Teil), von dort aus gings erst einmal bergab, unten angekommen bin ich in einem halb ausgetrockneten Flussbett (war noch teilweise bis zu 10 cm Wasser drinn) bis nach San Antonio Arrazola gefahren, ab und zu kam mir ein Auto entgegen und die Insaßen haben mir meist fröhlich
zugewunken oder/und gehubt. Dieser Weg war super schön, da er größtenteils mit Bambus überdacht war (siehe Foto).Von San Antonio bin ich dann auf der Landstraße zurück bis nach Oaxaca, insgesamt bin ich 23 km gefahren. Auf der ganzen Tour musste ich sehr oft nachfragen, welchen Weg ich nehmen muss, da die Karte nicht besonders genau war und eigentlich war das ganz schön, da ich bisschen mit der Bevölkerung in Kontakt gekommen bin, weil einige interessiert nachgefragt haben, was ich denn hier so alleine mache. Das war meine erste Fahrradtour die Spaß gemacht hat und durch eine schöne Landschaft führte.
Es war ein super schöner Ausflug, der abgerundet wurde durch die beste und größte frittierte Banane die ich je gegessen habe. Normalerweise bekommt man einige kleine Scheiben von der Banane für 10-15 Pesos, diese hier war aber eine ganze und große Banane ganz frisch frittiert für 15 Pesos, ich war begeistert :) Unten sind gaaaaanz viele Fotos von diesem Ausflug!
Am Samstag (20.11.) habe ich schon wieder eine Fahrradtour gemacht, diesesmal jedoch nicht alleine. Max und Benjamin sind mitgekommen. Wir sind die Tour gefahren, die ich als erstes gefahren bin, also den Monte Albán hoch, dann wieder ein gutes Stück runter, im fast trockenen Fluss bis San Antonio Arrazola und von dort aus auf der Landstraße zurück nach Oaxaca (23 km). War ne sehr schöne Tour, vorallem weil ich den Weg wusste und nicht ständig nachfragen musste. Außerdem war es doch auch ganz schön, nicht alleine zu fahren.
Nun genug mit den Reiseberichten, kommen wir zur Arbeit und dem Leben hier in Oaxaca de Juárez:
Die Arbeit läuft gut, in den Zeiten, in denen ich keine Kurse habe, bin ich noch am Übersetzten, aber es sind nur noch 15 Briefe übrig, also ist ein Ende in Sicht. Der Gitarrenunterricht mit Alma läuft gut und macht Spaß. Ich habe ihr ein paar Aufwärmübungen beigebracht und übe jetzt mit ihr die Pentatonik (Fünfton-Tonleiter, die spezifischen Moll- bzw. Dur-Töne werden weggelassen, so kann man mit der C-Dur Pentatonik genauso auf A-Moll improvisieren etc. → sehr praktisch), außerdem spielen wir zwei Lieder. Das erste Lied heißt „Mad World“ und das läuft schon ganz gut, bis auf das sie allgemein bisschen Probleme hat, im Takt zu bleiben. Beim zweiten Stück „Wonderwall“ sind wir gerade bei dem zweiten Part angelangt, auch hier ist es schwierig für sie, die Akkorde zum richtigen Zeitpunkt zu wechseln. Das ist auch das einzige Problem, ansonsten lernt sie recht schnell, da sie schon einmal Gitarrenunterricht hatte.
Den Englischkurs habe ich jetzt geteilt, da Gabriel ziemlich schnell lernt, immer da und motiviert ist. Die anderen drei kommen wann es ihnen passt (sie waren 2 Wochen am Stück nicht da) und sind nicht so recht motiviert, aber Ghandi (die Cheffin) will, dass sie Englischunterricht nehmen, da sie im Moment in der Schule bisschen Probleme haben. Deswegen mache ich jetzt mit Gabriel am Mittwoch von 14:30-16:00 Uhr Einzelunterricht und montags und donnerstags von 14:30-15:30 Uhr mit den anderen drei bzw. meist nur zwei, da Israel jetzt schon seit drei Wochen nicht mehr da war. Das stimmt nicht ganz, denn er war am Dienstag, nach zwei Wochen, endlich mal wieder da, aber da hatte ich schon lange die Kurse umgelegt und er hat natürlich nichts davon gewusst. Am Donnerstag war er dann wieder nicht da.
Ansonsten haben Benny und ich noch eine andere kleine Aufgabe bekommen und zwar dürfen die kleineren Kinder (8-12 Jahre) jetzt jeden Tag für eine halbe Std. am Computer ein Lernspiel spielen. Wir helfen ihnen beim Anschalten, Anmelden und bei irgendwelchen Problemen, z.B. wenn sich der PC einfach ausschaltet (sie kommen immer wieder mit ihren Füßen gegen den Ausschalter) oder sich das Spiel aufhängt. Das ist manchmal keine leichte Aufgabe, da natürlich jeder sofort und auf der Stelle an einem der vier Computer spielen möchte und sich jeder ungerecht behandelt fühlt „er hat aber schon mehr als eine halbe Stunde, ich will jetzt spielen“. Wenn dann noch ältere Kinder bzw. Jugendliche an den Computern ihre Hausaufgaben machen, was natürlich Vorrang hat, drängeln sich 5 Kinder oder mehr um die wenigen Computer und wollen sofort spielen. Glücklicherweise hören sie dann meist doch irgendwann zu und sind einverstanden, dass erst die einen 20 min. spielen und dann sie selber 20 min. spielen dürfen und gehen erst einmal wieder runter um Jenga, Schach, Vier-Gewinnt oder ähnliche Spiele zu spielen.
Die Treffen mit den deutsch Studenten machen viel Spaß, da wir uns mittlerweile recht gut verstehen und uns in einer netten Bar mit dem Namen Txalaparta treffen, denn dort ist es bisschen gemütlicher als in der Uni.
Am Freitag waren wir zusammen im Kino und haben uns den neuen Harry Potter Teil 1 auf Englisch mit spanischem Untertitel angeguckt. Positiv überrascht war ich erst einmal von den Preisen, ich habe für den Eintritt, kleine Popkorn und kleine Pepsi zusammen 103 Pesos (ca. 6 €) bezahlt... Zu dem Film werd ich jetzt nichts sagen, um denjenigen, die ihn noch nicht gesehen haben, nichts zu verraten. Nach dem Film sind wir dann zu Tito (der Hutmacher auf der Party von Carolina) gefahren und haben dort gemütlich um ein Lagerfeuer gesessen, Musik gehört, Cacahuates (Erdnüsse mit Chile) gegessen, Bier getrunken und ich habe ein bisschen Gitarre gespielt.
War ein netter abend mit netten Leuten an einem schön warmen Feuer!
Am Freitag waren wir zusammen im Kino und haben uns den neuen Harry Potter Teil 1 auf Englisch mit spanischem Untertitel angeguckt. Positiv überrascht war ich erst einmal von den Preisen, ich habe für den Eintritt, kleine Popkorn und kleine Pepsi zusammen 103 Pesos (ca. 6 €) bezahlt... Zu dem Film werd ich jetzt nichts sagen, um denjenigen, die ihn noch nicht gesehen haben, nichts zu verraten. Nach dem Film sind wir dann zu Tito (der Hutmacher auf der Party von Carolina) gefahren und haben dort gemütlich um ein Lagerfeuer gesessen, Musik gehört, Cacahuates (Erdnüsse mit Chile) gegessen, Bier getrunken und ich habe ein bisschen Gitarre gespielt.
War ein netter abend mit netten Leuten an einem schön warmen Feuer!
Benny und ich haben die beiden Tage, Dienstag und Donnerstag, an denen wir Fußball spielen aufgeteilt, Benny geht immer donnerstags und ich dienstags. Wobei ich, wenn ich es schaffe (muss bis 15:30 arbeiten und 16 Uhr spielen wir) auch donnerstags spielen werde, da ich Bock habe Sport zu machen und nicht, wie Benny, ins Fitnessstudio gehe, um das teilweise fettige mexikanische Essen abzutrainieren.
Das Fußballturnier, bei dem Max, Benny und ich mitmachen, läuft auch gut, wir sind auf dem ersten Platz und kommenden Sonntag haben wir das letzte Spiel in der Gruppenphase, dann wirds ernst mit k.o. Spielen. Die Verständigung auf dem Platz mit den anderen Mitspielern, alle Mexikaner, verbessert sich und dadurch natürlich auch unser Zusammenspiel. Außerdem kennt man sich mittlerweile besser und weiß wie man einen Pass spielen muss, damit der jeweils andere den Pass auch annehmen kann.
Ich habe mich gut in meiner neuen Wohnung eingelebt und habe mich schnell daran gewöhnt morgens alleine zu frühstücken und dabei bisschen im Reiseführer zu blättern, nach der Arbeit bisschen alleine rumzuhängen, Gitarre zu spielen, zu lesen o.ä. und dann abends rüber zu Benny und Max zu gehen um Abendbrot zu essen, sich über dies oder jenes zu unterhalten und um zusammen einen Film zu gucken. In der Wohnung von Benny und Max haben wir einen Mixer entdeckt und mit dem machen wir jetzt regelmäßig super leckere Fruchtsäfte mit Erdbeeren, Äpfeln, Bananen, Aprikosen, Kiwis, Limetten und/oder anderen Früchten, das ist eine willkommene Abwechslung zum Wasser und den Refrescos (Cola, Fanta etc.).
Also wir fühlen uns alle drei wohl mit der jetzigen Wohnsituatio. Mal gucken, ob wir eine günstigere Alternative finden (wie VIA das gern hätte) oder ob wir hier noch länger wohnen können. Erst einmal hat uns VIA gestattet bis Ende Dezember hier zu wohnen, bis dahin sollen wir nach günstigeren Wohnungen suchen. Wir haben noch keine gefunden, die günstig und möbliert ist und einigermaßen in der Nähe des Zentrums liegt, so dass man noch zu Fuß überall hinkommt, da wir keine Lust haben immer mit dem Bus hin und her zu fahren. Mal gucken vielleicht finden wir ja noch was...
So ich glaube das wars erst einmal mit dem Bericht, wer mehr erfahren möchte, kann mich gerne per E-Mail, Skype, Facebook o.ä. kontaktieren, ich freu mich immer über Mails und Kommentare hier auf dem Blog.
Fotos von meiner ersten Fahrradtour:
Hier bin ich auf dem Weg zum Monte Albán
schrotte Busse auf einem Schrottplatz ;)
schöne Aussicht auf Oaxaca
schöne Aussicht auf Oaxaca 2
Behausungen auf dem Monte Albán zwischen viel Grün
der Schatten war sehr willkommen, denn es war ziemlich warm
hier hat mich der Baum fotografiert ;)
einfache Behausungen aus Wellblech am Wegesrand
das fast ausgetrocknete Flussbett
Landstraße von San Antonio nach Oaxaca
Fotos von "Hierve el Agua":
unglaublich schöne Aussicht
hier sieht man das eine Wasserbecken und im Hintergrund die mit Wald bedeckten Berge
es gab hier so viele schöne Blumen
über diese Kante fließt nur wenig Wasser und dabei lagert sich immer neue Mineralien ab und ein versteinerter Wasserfall entsteht...
die herrliche Umgebung...
hier sieht man das Wasser, das an dem Stein runter fließt
das Wasser sprudelt hier aus dem Stein und fließt weiter in eins der Wasserbecken
Said auf dem Weg zum zweiten Wasserfall
der erste Wasserfall, sieht, finde ich, fast aus wie Schnee oder Schaum, der ins Tal fließt
eine kleine Höhle
ein Teil von dem zweiten Wasserfall
auch hier ist eine Quelle, von hier aus fließt das Wasser direkt den Berg hinab
endlich habe ich eine von diesen Echsen vor die Kamera bekommen, die sind sonst immer schnell abgehauen, wenn ich sie fotografieren wollte...
Ab ins doch recht kühle Nass!
Baden vor einer unglaublich schönen Kulisse
ein kleines Flussdelta, die Quelle ist bei dem Zaun im Hintergrund
Tja, was soll ich sagen? Einfach ein super schöner Ort!
es zogen dort viele Bussarde ihre Kreise und manchmal sind sie auch ziemlich tief geflogen...
eine schön gefärbte Spinne hat eine Biene gefangen
Bienen im Anflug auf Blüten
da ist wieder ein Bussard
ich habe den Nahaufnahmemodus meiner Kamera entdeckt und ausprobiert...
Hier esse ich diese extrem leckere frittierte Banane und bin rundum glücklich :)
Jetzt kommt meine zweite Fahrradtour:
hier fahre ich gerade den Monte Albán hoch
kurze Pause in dem schattigen Eingang eines Friedhofs
dieses Fahrrad habe ich bei "Pedro Martinez" ausgeliehen
schöne Bananenstauden säumen den Weg
das ist der Weg, den ich schon hinter mir habe...
dieser Schatten spendende Baum stand direkt am Weg nach Carrizol
das Tal mit dem Fluss und dem grünen VW Bulli noch einmal von oben
eine Kuh mit großen Ohren in Carrizol
Dieser Weg führte mich durch Carrizol
diesen Mann auf seinem Ochsengespann habe ich in Cuilapan de Guerrero gesehen
nicht nur viele Wohnhäuser sind farbig gestrichen, sondern auch Kapellen...
ich in dem nicht fertiggestellten Säulengang vom Ex-Kloster
da ist der Fluss wieder, an dem ich vorher nach dem Weg gefragt habe
Feldweg neben der Landstraße nach Zaachila
kurze Pause zum Aufpumpen des vorderen Schlauches
blauer Turm und orangene Treppen in Zaachila
kleiner Esel mit großem Wagen
ich auf dem Weg von Zaachila zurück nach Oaxaca de Juárez
Fotos von meiner Fahrradtour mit Max und Benjamin:
kurze Pause auf dem Monte Albán um die schöne Aussicht zu genießen
diese schöne Libelle habe ich direkt beim Einbiegen in den Fluss entdeckt und netterweise hat sie so lange gewartet, bis ich das Foto gemacht habe und ist erst dann abgeschwirrt
Benjamin im Bambustunnel
Max
joa, das bin dann wohl ich
die Fahrt durch das fast trockene Flussbett
Benjamin und Max bestaunen die Landschaft und ...
... die doch ziemlich altmodische Methode ein Feld zu pflügen (mit einem Ochsengespann)
... die doch ziemlich altmodische Methode ein Feld zu pflügen (mit einem Ochsengespann)
dort fließt der Fluss weiter, doch er wird deutlich schmaler...
ein kleines Päuschen
herrliche Blumen gab es dort in gelb...
...Max jagt auf seinem Rad hinterher...
... und Benjamin macht faxen...
... und das ganze auf dem Weg von San Antonio nach Oaxaca.

wuhuuu..und über stock, stein und reifen wird M&N in alle welt getragen.
AntwortenLöschenCoole Sache..alles so;)
saludos aus colombia
christian
Zur Uebung beim Enkel wurde mir ein Kommentar aufgetragen. Wunderbar, die Fotos, das Schreiben usw. Grusse von den Grosseltern
AntwortenLöschenHallo Simon-fuer mich mal zur Uebung Gruesse in Deinen Blog, ueber den wir uns immer sehr freuen. Danke. Dir eine schoene Weihnacht! Sehen wir uns am 24.? Gruss Grossmuetterchen
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