Ja, ihr lieben Leser dieses Blogs!
Heute bin ich seit einem Monat in Oaxaca und es gefällt mich immer noch bzw. es gefällt mir immer besser, da ich mehr und mehr verstehe. An den Wochenenden gehen wir meist entweder mit Didier oder Said auf Party. Zum Beispiel hat uns letzten Samstag eine Freundin von Didier zu ihrer Geburtstagsfeier eingeladen:
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| Max und Didier |
Wir sind dann um 14 Uhr zusammen mit Didier aufgebrochen und zwar sind wir mitm Bus recht weit raus aus dem Zentrum gefahren. Die Straßen im Zentrum sind schon recht schlecht, aber je weiter wir raus fuhren, desto schlechter wurden sie, deswegen musste der Bus ziemlich langsam fahren und trotzdem wurden wir gut durchgeschüttelt. Aber es war trotzdem eine nette Fahrt, da man mal die andere Seite der Stadt gesehen hat, nicht nur das saubere Zentrum. Die Preise für eine Fahrt, egal wie lang, sind hier auch sehr gering: 5,50 Pesos also ca. 32 Cent. Laut Didier sollte die Fahrt ca. 20 Minuten dauer, uns kam es deutlich länger vor, aber die Mexikaner bzw. in dem Fall der Brasilianer ist mit der Angabe von der Länge eines Weges recht großzügig. Es heißt meistens “Es ist nicht weit, um diese Ecke dort und dann links und wir sind da” nach drei mal abbiegen, langem geradeaus Gehen und noch ein paar mal abbiegen ist man dann am Ziel. Als wir dann aus dem Bus ausgestiegen sind und den kleinen Fußmarsch zu dem Haus von der Freundin gegangen sind, wussten wir es hatte sich gelohnt. Es waren viele nette Leute anwesend, es gab einen Fußball und auch einen kleinen Platz zum Spielen und gaaanz viel zu Essen und auch zu trinken ;) Hier habe ich dann endlich mal Chapulines (geröstete und gewürzte Heuschrecken) probiert und die waren doch recht lecker. Die erste Heuschrecke kostete schon etwas Überwindung, da die Dinger komplett mit den kleinen Beinchen und Kopf etc. gegessen werden (was anderes macht ja auch keinen Sinn so klein wie die sind), aber erst einmal im Mund und draufgebissen hat man das Aussehen verdrängt. Didier und ich haben fast alleine die kleine Schüssel geleert... Außedem gab es Quesillo (ein faseriger Käse), Chips, Nüsse und klein geschnittene Würstchen als Snack auf den Tischen, es gab auch Bier und später auch Mezcal. Dann wurde das Buffet eröffnet, es gab: Broccoli, Reis, Rote Beete, verschiedene Salate, Gurken, Karotten, verschiedene Fleischgerichte und dazu natürlich Tortilla (hier: dünne Maisfladen). Später, nachdem wir genug gegessen haben und uns ein bisschen Unterhalten haben, haben wir noch ein bisschen Fußball gespielt und haben dann so gegen halb acht den Rückweg angetreten. Wieder mit dem Bus über die holperigen und teilweise staubigen Straßen, die es dem CD-Player nicht leicht gemacht haben, einige Male hat die Musik kurz ausgesetzt, wenn gerade ein sehr großer Huppel bzw. ein großes Schlagloch passiert wurde. Dann ging auf einmal die Musik ganz aus, da zwei Clowns eingestiegen sind und ihre einstudierte Show bzw. ihr Gespräch vorgetragen haben, ich habe nicht viel verstanden, da es laut war und sie sehr schnell gesprochen haben. Doch kann es nicht sehr witzig gewesen sein, da kaum einer gelacht hat, trotzdem haben sie hier und da bisschen Geld bekommen. Kurze Zeit später waren wir dann auch schon wieder zurück zu Haus. Es war auf jeden fall ein netter Ausflug und eine nette Feier, nicht nur wegen der Chapulines, sondern auch wegen der Fahrt und den vielen netten Leuten.
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| Didier und ich |
Ja, das war der letzte Samstag. Allgemein machen wir an den Wochenenden viel mit Said und Didier: zu Hause sitzen und sich unterhalten, ein bisschen durch Oaxaca schlendern, abends mal in die mal in die andere Bar gehen, auf der Straße oder auf einem Platz Fußball spielen (das machen wir auch mal in der Woche) und natürlich jeden Sonntag Fußball spielen um 18 Uhr. Wir spielen mit einigen anderen Mexikanern in dem Team von Said, mit dem Namen “Arcangeles”, bei einem Turnier. Am letzten Sonntag haben wir im Penalti gewonnen, in der Woche davor im Penalti verloren und davor in der regulären Zeit gewonnen. Leider trainieren wir nicht, sondern spielen immer nur sonntags zusammen, aber vielleicht können wir das ja mal einrichten mitm Training, um uns besser kennenzulernen und vorallem um unser Spiel zu verbessern, da leider viele Alleingänger dabei sind.
Also die Wochenenden und unsere sonstige Freizeit machen viel Spaß, wir lernen viel Spanisch durchs Sprechen und ich jetzt auch durchs Lesen, da ich gerade Harry Potter auf spanisch lese (läuft ganz gut).
So nun von der Freizeit zu der Arbeit, die auch mehr und mehr Spaß macht. Ab und zu übersetzen wir noch eine Karte (höchstens eine pro Tag), da uns diese Arbeit so langsam nervt, stattdessen spielen wir lieber mit den Kindern, helfen bei Hausaufgaben und geben Englischunterricht. Letzte Woche hat mein erster eigener Englischkurs begonnen. Ich unterrichte jetzt jeden Dienstag und Donnerstag 4 Jugendliche (Dulce, Gabriel, Israel und Jazmin). Die erste Stunde war eher unstruckturiert und hat mir noch nicht so viel Spaß gemacht, da ich ja vorher nicht wusste, was die können bzw. nicht können, also ich wusste nicht, was ich mit denen eigentlich machen soll. Die zweite Stunde jedoch war gut, da ich mich gut vorbereitet habe und wusste was ich vermitteln wollte. Sehr hilfreich ist, dass wir hier einige englisch Arbeitsbücher haben, aus denen ich Arbeitsblätter kopieren kann. Außerdem habe ich mir ein kleines Heft gekauft, in dem ich mir immer aufschreibe was ich machen will bzw. was ich gemacht habe und was ich an die Tafel schreiben möchte bzw. das was ich dann wirklich geschrieben habe und was für Wörter neu für die Schüler waren etc. Zusätzlich zu meinem eigenen Unterricht mache ich noch Vertretung in zwei anderen Kursen, da der andere Simon im Moment Urlaub hat (insgesamt 2 Wochen). Benjamin und ich haben uns seine Stunden geteilt. Ich unterrichte Kurs 1 (Jim und Pamela) und Kurs 2 (Miguel und Daniel oder allgemein die Zwillinge). Beide Kurse machen auf ihre Weise Spaß, Jim und Pamela wollen gerne lernen und Pamela hat meist viel Hausaufgaben, bei denen ich ihr dann helfe. Die Zwillinge sind da bisschen anders, sie sind 8 Jahre alt und haben eigentlich eher Lust zu spielen, als Englisch zu lernen, aber die Mutter möchte das sie genau das tun. Sie sind sie ziemlich ähnlich, der einzige Unterschied ist, dass Daniel einen Leberfleck über der Lippe hat und Miguel nicht. Die Gemelos (spanisch für Zwillinge) sind eigentlich ganz witzig und süß (vorallem wenn sie grinsen, da man dann ihre riesige Zahnlücke sieht), aber sie sind ziemlich lernfaul. Simon hat mit ihnen angefangen das Verb “to be”
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| die Zwillinge Miguel und Daniel |
zu besprechen und ich mache damit weiter, doch ist es immer noch ein lustiges Rätselraten, welche Form wohl gerade in die Lücke passt. Ein Beispiel: “We _____ good friends (-)” sie sollen also die passende negative Form von “to be” einsetzen. Miguel rät “We
is good friend”? und grinst mich an, ich weise erst einmal darauf hin, dass dort ein (-) steht, also das sie eine Verneinung brauchen und schon rät Daniel “ We am not good friends” Ich gebe ihnen noch einmal den Tip entweder in ihrem Heft oder auf der Tafel zu gucken, welche Form zu welcher Person gehört, doch so richtig checken tun die das nicht und raten weiter (das liegt nicht daran das ich noch nicht so gut spanisch spreche, der andere Simon hat das gleiche Problem mit ihnen), bis dann endlich die richtige Form in der Lücke steht “ We are not/ aren't good friends”. Letzte Stunde habe ich sie dann zwischendurch ein Spiel spielen lassen und zwar "Wer ist es?", erst auf englisch dann bisschen auf spanisch, danach habe ich dann wieder ein bisschen unterichtet. Ich glaub so werde ich es auch weiterhin machen. Ihnen am Anfang der Stunde sagen, erst arbeiten wir ein bisschen, dann könnt ihr ein Spiel auf englisch spielen (oder wenns nicht anders geht auf spanisch) und dann wird wieder gearbeitet, so kann man sie ein bisschen bei Laune halten. Ich habe schon eine Idee für die nächste Stunde: Memory mit den Formen von “to be”, Farben und Kleidung mal gucken was die davon halten :)
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| auf dem Weg ins Museum |
Gestern (Dienstag) waren Margarita, Benjamin und ich mit 4 Kindern aus dem Projekt in dem "Museo de los Pintadores Oaxaquenos" (also ein Museum in dem Bilder von Malern aus Oaxaca). Das war ein super Ausflug, die kleinen sind ziemlich anhänglich und süß, vorallem Laura, die kleinste. Im Museum gab es einige Bilder von ganz jungen Malern zu sehen, die waren zwischen 3 und 15 Jahre alt und die Bilder waren auch genau auf der richtigen Höhe für die Kinder. Aber nicht nur diese Bilder haben sie sich gerne angeguckt, sondern auch die von den älteren Malern. Ich denke, der Ausflug war sehr gut, da wir (Benjamin und ich) ein paar Kinder besser kennenlernen konnten und die uns.
Ach ja, mittwochs gehen Benjamin und ich jetzt immer zu so einer Universität und sprechen dort eine halbe Stunde mit einigen Schülern, letztes mal waren es 3 Schülerinnen, deutsch und dann eine halbe Stunde spanisch. Die lernen dort schon seit 2 Jahren deutsch und sprechen schon recht gut, das liegt daran, dass die jeden Tag Unterricht haben. Mit uns können sie ein bisschen deutsch Sprechen und Verstehen üben und wir ein bisschen spanisch.
Das Problem mit der Wohnung wurde auch vorübergehend gelöst: Wir ziehen anfang November um. Da wir mittlerweile zu dritt sind, haben wir dann zwei Wohnungen, eine für zwei und eine für eine Person. Das gute ist, wir ziehen nur eine Hausnummer weiter, da zwei Wohnungen bei der gleichen Vermieterin bis dahin frei werden. Wir werden dann zusammen 8250 Pesos (475,80 €) zahlen (inkl. Wasser, Strom, Internet und Gas). Das ist eigentlich relativ wenig im Vergleich zu den anderen Wohnungen, die wir so angeguckt haben, trotzdem ist VIA der Meinung das knapp 160 € pro Person pro Monat zu viel ist (Höchstegrenze: 100 p./P.), deswegen sollen/werden wir weiter nach günstigen alternativen Ausschau halten (obwohl wir nicht sehr optimistisch sind, da unsere jetzige Vermieterin uns schon sehr entgegen gekommen ist), aber bis Ende 2010 können wir erst einmal dort wohnen bleiben. Ich werde wahrscheinlich in die einzel Wohnung ziehen, da die Türrahmen dort sehr niedrig sind und ich der einzige von uns dreien bin, der da ohne sich zu stoßen durchlaufen kann :)
Hier eine kleine Zusammenfassung: Mir geht es sehr gut, die Arbeit macht Spaß, die Leute sind nett , die Kollegen/Mitfreiwilligen und Vorgesetzen auch, die Stadt ist schön und das Wetter ist gut, so kanns weitergehen!
Unten gibt es noch weitere Fotos.
Vielen Dank fürs Lesen!
Viele Grüße,
Simon
P.S.: Ich freu mich immer über Kommentare und E-Mails!
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| Benjamin spielt Klettergerüst... |
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| jaja, die kleinen waren sehr ahänglich :) |
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| hier entstehen neue Kunstwerke... |
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| Laura und ich |
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| Laura, die jüngste von den 4 Kindern (7 Jahre) |
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| Esmeralda, die älteste von den 4 Kindern, die mit im Museum waren |
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| wie alt ist der/die Malerin? |
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| erst einmal wird geguckt, wie alt der/die Malerin ist |
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| erstaunlich, der Maler ist erst 5 Jahre alt... |
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| Der Essensaal |
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| ich unter dem Logo vom "Centro de Esperanza Infantil" |
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| hier wird viel gespielt (z.B. Schach und andere Brettspiele), gebastelt, gelesen und ausgeruht |
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| Benjamin, Israel und ich |
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| hier spiele ich mit Pablo (4 Jahre alt) Jenga, das hat super viel Spaß gemacht |
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| der Turmbau beginnt... |
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| ... kurze Zeit später steht er, aber nicht lange, unter lautem Geschrei fällt er um und es wird ein neuer gebaut. |
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| die Treppe ist auch ein beliebter Spieltplatz... |
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| der Brunnen im Innenhof (den hören wir bis in unser "Büro" plätschern) |
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| hier in der Bibliothek gibt es Bücher, Spiele und Bastelmaterial |
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| Lego Duplo wurde wieder entdeckt und ist im Moment sehr beliebt |
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| Miguel beim Spielen von "Wer ist es?" erst auf englisch dann später auf spanisch |
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| beide Zwillinge beim Spielen |
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Daniel beim Spielen
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Ein toller Eintrag Simon und super Fotos :)
AntwortenLöschenDas Projekt und die Kinder sehen klasse aus und du siehst glücklich aus :)
Ich verfolge immer ganz gespannt deinen Blog ;)
Allerliebste Grüße von Jaci aus Costa Rica , wir sehen uns auf dem Zwischenseminar mein Guter :-*